Grundlagen unserer Arbeit

Seit 2001 bieten wir gemeinsam Beratung und Therapie für Paare und Familien an. Wir arbeiten auf der Basis von Gestalttherapie und Systemischer Familientherapie und sind motiviert von den Grundgedanken  der Humanistischen Psychologie, nach dem jeder Mensch unterstützt werden kann, den in ihm liegenden Weg zu finden und eigenverantwortlich zu gehen.

Als Therapeutenpaar können wir sowohl die männliche als auch die weibliche Sichtweise auf Paar- und Beziehungsprobleme  nachvollziehen und verstehen.

Unsere eigenen Erfahrungen aus langen Jahren Partnerschaft und Familienleben haben uns den Blick für viele „Klippen“ in Beziehungen geschärft. Diese eigene Erfahrung  ist eine wichtige Grundlage und Voraussetzung  für unsere Arbeit mit Paaren und Familien.

Mögliche Gründe für eine Paartherapie

  • Enttäuschung z.B. über unterschiedliche Entwicklungen
  • Ziele und Zukunftsvorstellungen gehen auseinander
  • fehlende gemeinsame Interessen
  • unrealistische gegenseitige Erwartungen
  • das Gespräch ist verstummt
  • Wünsche, Bedürfnisse werden nicht geäußert
  • mangelndes gegenseitiges Verständnis und Vertrauen
  • zu wenig Unterstützung und Anerkennung
  • einseitige Dominanz bzw. Unterordnung
  • ein Klima häufiger Kritik und Schuldzuweisung
  • destruktive Formen der Auseinandersetzung
  • unverarbeitete Kränkungen und Verletzungen
  • Unzufriedenheit in der Sexualität
  • Außenbeziehungen
  • Eifersucht
  • verlorene Liebesgefühle, Distanz
  • psychosomatische Beschwerden
  • entwicklungsbedingte Krisen ( neue Lebensphasen wie die Geburt von Kindern,  Kinder verlassen das Haus, das Alter etc.)
  • existentielle Krisen (Krankheit, Arbeitslosigkeit, finanzielle Not)
  • problematische Beziehungen zu Dritten (Herkunftsfamilie, Freunde, Kollegen)

Wege der Paar- und Familientherapie

In unserer Arbeit geht es darum, Paaren, die miteinander in eine Krise geraten sind, mit Hilfe von Gesprächen und Übungen Einblick in ihre Kommunikations- und Verhaltensmuster zu ermöglichen. Voraussetzung für das wechselseitige Verständnis und den Einblick in die Konfliktdynamik der Partner ist ein Rückgriff auf die Entwicklungsgeschichten der beiden in ihren Herkunftsfamilien. Familien funktionieren nach einem feinen, über Generationen hinweg entwickelten System aus Regeln, Kommunikationsmustern, Rollenzuschreibungen, Aufträgen, Bindungen, Bündnisse etc., die im Zusammenleben der Familienmitglieder miteinander gelernt werden, aber meistens unbewusst ablaufen. Innerhalb dieses familiären  Regelwerks wurde das Verhalten von Mann und Frau mitgeprägt und hat heute im Positiven wie im Problematischen Auswirkungen auf ihren Umgang miteinander.

In der Folge unterstützen wir das Paar dabei, sich in geschütztem Rahmen von unbrauchbaren Lösungsversuchen für ihre Konflikte zu verabschieden und neue Handlungsmöglichkeiten zu erproben.

Ziel ist es, gemeinsam neue Wege zu finden, wie beide Partner zusammenleben können, ohne dass einer von ihnen oder beide ihre Individualität  aufgeben müssen. Die persönlichen Ressourcen, die Energiequellen der Partner ermöglichen kreative und produktive gemeinsame Lernprozesse.

Krisen in einer Paarbeziehung haben immer auch Auswirkungen auf die  Kinder.

L ö s u n g der Verwicklungen in einer Paarbeziehung durch eine Therapie bedeuten in aller Regel
E r l ö s u n g der Kinder von Spannungen, Verunsicherungen und Ängsten.

Häufig macht ein Kind durch auffälliges Verhalten auf ein Ungleichgewicht im Familiensystem aufmerksam. In diesem Fall kann es zum Indexpatienten werden. Im Laufe der Bearbeitung seiner Schwierigkeiten im Rahmen einer Kinder- oder Jugendtherapie bzw. einer Familientherapie werden auch die übrigen Mitglieder der Familien einbezogen. Ein neues Gleichgewicht innerhalb der Familie kann sich einstellen.

Alle Familienmitglieder können lernen, möglichst verständnis- und vertrauensvoll, achtungs- und liebevoll miteinander umzugehen.

Voraussetzung für eine Paartherapie ist die Bereitschaft beider Partner, an ihrer Beziehung gemeinsam zu arbeiten. Ist diese Bedingung zunächst nicht gegeben, weil ein Partner unter stärkerem Leidensdruck steht, kann er / sie die Therapie allein beginnen.

Organisatorisches

Termine

In der Regel bieten wir den ersten Termin  innerhalb von 7-14 Tagen an. Bei diesem ersten Gespräch geht es zunächst um ein gegenseitiges Kennenlernen, um eine erste Problemerfassung bzw. um vorläufige Absprachen über Erwartungen und Ziele einer möglichen gemeinsamen Arbeit.

Zu Beginn einer Paar- bzw. einer Familientherapie kann es sinnvoll sein, einen wöchentlichen Rhythmus zu vereinbaren. Zu einem späteren Zeitpunkt können größere Intervalle von 2 und mehr Wochen – je nach Entwicklung und Bedürfnislage – abgesprochen werden.

Über die Dauer von Therapien können keine allgemeinen Aussagen gemacht werden: In manchen Fällen sind 5 bis 10 Sitzungen völlig ausreichend. Gelegentlich ist eine längere Begleitung sinnvoll.

Die einzelnen Sitzungen dauern gewöhnlich 60 Minuten. Bei Paar- und Familientherapien ist es oft effektiver, die Sitzungen auf 90 Minuten zu verlängern.

Die Systemische Paar- und Familientherapie bzw. die Gestalttherapie werden – anders als im Ausland – von den Krankenkassen nicht anerkannt und somit auch nicht finanziert. Die Kosten müssen vom Klienten selbst getragen werden.

Zu uns:

Claudia Voigt-Resch
Jg. 1948, Grund-, Haupt- und Realschullehrerin, seit 1992 Beratungslehrerin, vierjährige Weiterbildung zur Systemischen Paar- und Familientherapeutin, DGSF – Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie.

Mehr Infos

Dr. Martin Resch
Jg. 1955, Diplompsychologe, vierjährige Weiterbildung in Gestalttherapie, seit 1995 Arbeit in eigener Praxis mit Kindern, Jugendlichen, Familien und Paaren.

Wir sind verheiratet und haben zwei Töchter (Jg. 1987 und 1989).

Die Fotos auf diesen Seiten wurden erstellt von www.achtung-foto.de

zurück zur Hauptseite